200-250

Mitarbeiter

4.000

m2 Nutzfläche

400+

arbeitsorte

Mettlach

Deutschland

Neue Arbeitswelten in historischen Mauern.

Seit mehr als 200 Jahren ist die Alte Abtei in Mettlach Hauptsitz des traditionsreichen Unternehmens Villeroy & Boch. Mit der Eröffnung der Fabrik No09 nimmt die große Umstrukturierung Mettlach 2.0 und mit ihr der Start in eine neue Büro- und Unternehmenskultur-Ära weiter Form an.

Fünf Fragen an ...

Dorothea Ott, Villeroy & boch AG

 

Die Fabrik No09 steht, einige Jahre Entwicklungs- und Bauprozess; haben sich die Anstrengungen gelohnt?

Auf jeden Fall! Es bereitet mir jeden Tag aufs Neue Freude, das Bürogebäude zu betreten und zu sehen, welchen Wandel wir in dieser Zeit vollzogen haben. Natürlich hakt es an der einen oder anderen Stelle noch, aber das kommt nun einmal mit so einem umfassenden Projekt. Es bleibt trotz allem Stolz und Begeisterung, wie positiv sich unsere Arbeitswelt verändert hat: Ein breites Arbeitsplatzangebot, offene Flächen und vielfältige Arbeitsbereiche für unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit, deutlich mehr abteilungsübergreifende Kommunikation sind nur einige Ergebnisse dieses Prozesses – dieses Projekt ging weit über ein reines Bauprojekt hinaus und war eine große Herausforderung. Die Unterstützung durch ein Expertenteam wie if5 hat von Beginn an geholfen, diese Aufgabe zu bewältigen und sich auf Kernherausforderungen wie Vision, Bedarfe und Mitarbeitereinbindung zu konzentrieren.

 

Dorothea, Deine Aufgabe war es, zu Beginn das Bürokonzept /-organisation und Einbindung der Mitarbeiter zu begleiten. Am Ende war es auch viel Arbeitskultur oder?

Inzwischen bin ich der festen Meinung, dass die Arbeitskultur einen sehr großen Anteil solcher Projekte ausmacht. Es steckt zwar viel Arbeit in Flächen- und Technologiekonzepte - ohne diese geht es nun einmal auch nicht - aber der Faktor Mensch ist sehr wichtig. Die Kommunikation über den Sinn und die Vorteile der neuen Arbeitswelt sowie die Einbindung der Mitarbeiter/innen haben sich als wertvoll herauskristallisiert. Erst einmal in Bedarfen und nicht sofort in Lösungen zu denken war die Grundlage unserer ersten Teilprojekte mit den Kollegen und Kolleginnen. Über diese Bedarfe konnten wir dann gezielter Lösungen entwickeln, die mit den vorher definierten Zielen und gesetzten Leitplanken harmonisiert wurden. So konnten wir einen transparenten und verständlichen roten Faden durch das Projekt garantieren.

 

Die Mitarbeiter sind nun seit Anfang Februar 2018 in der Fabrik No09. Welche Reaktionen zu der neuen Arbeitswelt haben Dich am meisten beeindruckt?

Neben den Reaktionen und dem Feedback meiner Kollegen und Kolleginnen beeindrucken mich sehr die Stimmen und Eindrücke von unseren Bewerbern, welche begeistert von den Möglichkeiten und der neuen Art des Arbeitens sind. Ich bin mir sicher, dass die Attraktivität von Villeroy & Boch als Arbeitgeber einen sehr positiven Schub durch diese neue Art des Arbeitens erhält. Hier hat man gemeinsam mit den Mitarbeitern etwas sehr eindrucksvolles und nachhaltiges geschaffen. Mich persönlich haben aber auch die kritischen Stimmen zu diesem Projekt bewegt. Gerade bei diesen Mitarbeitern war es besonders wichtig, an Lösungen für die Bedarfe zu arbeiten. Das Projekt war und ist eine besonders große Herausforderung, weil jeder andere Vorstellungen und Wünsche an seinen Arbeitsplatz hat und diese auf einen Nenner zu bringen, ist nicht immer leicht.

Sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Saarlands, Tobias Hans, schon in unserem neuen Bürogebäude. Bei einem Besuch zeigten sich beide sehr darüber beeindruckt, was hier entstanden ist. Das war natürlich ein besonderer Moment für uns als Unternehmen. Auch dass wir regelmäßig andere Unternehmen hier begrüßen, die die Fabrik No09 besuchen möchten, um sich Inspiration für eigene Umbau- und Arbeitswelt-Projekte zu holen, ehrt uns sehr.

 

Wird die neue Bürowelt nun direkt für die Weiterentwicklung der weiteren Flächen am Standort ausgerollt?

Fabrik No09 ist ganz klar Leuchtturm in Sachen Arbeitswelt und dient als Vorbild. Wir prüfen, wie und welche Elemente wir daraus sinnvoll auf andere Bereiche und Flächen im Unternehmen übertragen können - nicht nur am Standort Mettlach.

 

Herr Göring, Euer Vorstandsvorsitzender, wollte neben den besten Arbeitsbedingungen auch die weltweit schönsten Sanitäranlagen. Ist das geglückt?

In Büros werden Sanitärflächen ja meist eher stiefmütterlich behandelt. Hier haben wir durch vielfältige und unterschiedliche Sanitärbereiche ein weiteres, herausragendes und sehenswertes Highlight unserer Arbeitswelt geschaffen. Diese WC-Themenwelten haben Beachtung gefunden und zwar nicht nur bei den Kollegen/innen, sondern werden sogar in der Fach- und Tagespresse als gelungenes Beispiel zitiert. Aber auch aus dem Unternehmensbereich Tischkultur sind Produkte in und außerhalb der Sanitärbereiche in Szene gesetzt. Unsere Produkte, Historie und Wurzeln sind ganz selbstverständlich als Spiegel unserer Marke in unsere Büro- und Arbeitswelt integriert.

 

 

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